Wasser auf dem Diorama entsteht auf drei Wegen: mit zweikomponentigem Gießharz für tiefe Flächen, mit dickem Gel für Wellen und Schaum und mit wässrigen Effekten für Pfützen, feuchte Spuren und Nässe auf Blech. In der Kategorie finden Sie Gießharze, klare und getönte Gele, Weißwasser-Aufheller, fertige Wasserplatten und Medien für glänzende Oberflächen.
Die Materialien verhalten sich sehr unterschiedlich, und die Reihenfolge des Auftrags entscheidet über das Ergebnis. Unten steht, welches wofür taugt und wann es an die Reihe kommt.
Das Auge erkennt Wasser an drei Dingen: an Tiefe, an Glanz und an Bewegung. Tiefe macht nicht das Material, sondern der gemalte Grund – je weiter vom Ufer, desto dunkler der Ton. Glanz liefert die Schlussschicht. Bewegung ist Arbeit des Gels, das mit Pinsel oder Zahnstocher zu Kämmen gezogen und so trocknen gelassen wird. Die Reihenfolge bleibt immer dieselbe: Grund, Farbe, Gießen der Fläche, Wellen, weiße Schaumkämme.
Zweikomponentiges Epoxidharz wird nach Anleitung gemischt, in eine geschlossene Wanne aus Kunststoff oder Schaum gegossen und härtet über Nacht. Es verträgt mehrere Millimeter Schichtstärke auf einmal, braucht aber vollständig abgedichtete Ränder – sonst läuft es aus. Geeignet für Teiche, Gräben, Hafenbecken und ein Stück Fluss.
Gele sind im Becher weiß oder trüb und trocknen klar auf. Sie werden in dünnen Schichten aufgetragen, laufen also nicht weg und bewältigen auch geneigtes Gelände. Farbige Töne vom tropischen Türkis bis zum trüben Braun ersparen das Bemalen des Grundes, wenn Sie nur eine Pfütze oder eine nasse Fahrspur bauen.
Für Schaum hinter einem Schiff, für Stromschnellen und Brandung an Fels dient ein weißer Aufheller, der auf die bereits getrocknete Fläche kommt. Für feuchten Glanz auf Kotflügeln, Stiefeln oder einer Plane genügt ein Glanzmedium in dünner Schicht. Hier gilt: weniger ist mehr. Flächiger Glanz sieht wie Lack aus, einige glänzende Stellen liest das Auge als Wasser.
Mischen Sie Harz und Gele in einem Einweggefäß und gießen auf eine waagerechte Fläche, die 24 Stunden ungestört stehen kann. Vorher lohnt ein Blick in die Modellbau-Chemie – Entfetter und reiner Verdünner in Reichweite sparen viel Ärger, sobald das Gel dort landet, wo es nicht hingehörte.