Strukturplatten sind Kunststoffplatten mit geprägtem Relief – eine texturierte Fläche entsteht also mit einem einzigen Schnitt. Im Angebot stehen Ziegelmauerwerk in mehreren Steingrößen, quadratisches und spitz verlegtes Pflaster, Wellblech in mehreren Teilungen, regelmäßige Quadrat- und Rechteckmuster für industrielle Oberflächen, Verschalungen von Personen- und Güterwagen, Nut-und-Feder-Profile sowie klare Acrylplatten, die ruhiges und fließendes Wasser nachbilden. Die Formate sind meist A4 und 245 x 195 mm.
Weil sie auf größerer Fläche nie gleichmäßig wird. Eine Wand von fünf mal zehn Zentimetern hat im Maßstab 1:35 mehrere hundert Ziegel, und eine einzige schief geführte Linie sieht man am fertigen Modell. Das geprägte Relief hat über die ganze Fläche denselben Abstand, Sie kümmern sich also nur noch um Farbe, Schmutz und Beschädigungen. Der zweite Punkt ist Tempo: Platte abschneiden, aufkleben, Struktur fertig.
Ziegelplatten unterscheiden sich in der Steingröße, eine Variante passt also auf 1:35 und eine andere auf kleinere Maßstäbe. Pflastermuster sind entweder quadratisch oder spitz und unregelmäßig verlegt, passend für ältere Straßen und Höfe. Weiterführende architektonische Elemente stehen beim Zubehör für Dioramen.
Wellblech ist die vielleicht am häufigsten verwendete Textur überhaupt: Dächer von Unterständen, Verblechungen, improvisierte Wände. Regelmäßige Quadrate und Rechtecke bilden Fliesen, Paneele und Bodenroste nach. Verschalungen von Personen- und Güterwagen haben unterschiedliche Nutabstände, werden also nach Wagentyp gewählt – dazu passt das Sortiment der Eisenbahn-Modelle.
Klare Acrylplatten mit dem Relief ruhigen oder fließenden Wassers dienen als fertige Oberfläche unter dem Modell. Sie müssen kein Harz gießen, sondern schneiden die Platte nur auf Kontur und bemalen sie von unten. Mittel für Wellen und Schaum stehen bei den Wassereffekten für Dioramen.
Richtig fertig wirkt eine texturierte Fläche erst nach der Alterung; die Mittel dafür stehen beim Weathering.