Ein Modellbausatz aus Polystyrol wird erst in Ihren Händen zum Modell: Teile vom Gießast trennen, Trennnähte verputzen, verkleben, lackieren – am Ende steht die Miniatur eines echten Flugzeugs, Panzers, Schiffs oder Rennwagens im Regal. Dieser Bereich bündelt den gesamten Plastikmodellbau nach Thema und Maßstab, von Sätzen mit wenigen Dutzend Teilen für das erste Wochenende bis zu Projekten, an denen Sie Monate sitzen.
Unten lesen Sie, wie Sie Thema und Maßstab eingrenzen, den Schwierigkeitsgrad realistisch einschätzen und Ihre Werkbank so ausstatten, dass der erste Bausatz nicht halbfertig im Schrank verschwindet.
Die Bausätze bestehen aus exakt gespritzten Polystyrolteilen, die Sie von Gießästen trennen, verputzen, verkleben und anschließend bemalen. Anders als bei einer fertigen Miniatur entscheiden Sie über das Ergebnis: Bemalung, Tarnschema, Grad der Verschmutzung und auch darüber, ob das Modell direkt aus der Schachtel entsteht oder mit Zurüstteilen verfeinert wird. Derselbe Bausatz kann als nüchternes Vitrinenstück oder als stark verwittertes Wettbewerbsmodell enden.
Fertig wird nur das Modell, dessen Vorbild Sie wirklich interessiert. Das sind die großen Zweige:
Der Maßstab entscheidet über Größe, Aufwand und Detailtiefe. Bei Flugzeugen sind Maßstab 1:72 und das detailreichere 1:48 verbreitet, bei Militärfahrzeugen 1:35, bei Automodellen 1:24 und bei Schiffen 1:350 oder 1:700. Ein kleinerer Maßstab baut sich schneller und braucht weniger Vitrinenfläche, ein größerer gibt feinen Details Platz. Wer pro Thema bei einem Maßstab bleibt, bekommt am Ende eine Sammlung, die als Ganzes wirkt.
Für den Anfang eignen sich Sätze mit wenigen Teilen und einfacher Bemalung; viele führen Schritt für Schritt durch den Bau und verlangen kaum Werkzeug. Ganz ohne Chemie kommen Snap-Fit-Bausätze aus, deren Teile über Steckverbindungen halten. Geübte greifen zu Sätzen mit Ätzteilen, ausgebautem Innenraum und mehrfarbiger Tarnung.
Für den ersten Bausatz genügen eine scharfe Klinge, ein Seitenschneider, feines Schleifpapier, Kleber für Polystyrol und ein paar Farbtöne. Alles Weitere – Airbrush, Grundierungen, Pigmente – steht nach Arbeitsschritt geordnet im Modellbaubedarf. Wer die Ausstattung nicht Stück für Stück zusammensuchen will, startet mit einem Einsteigerset mit Farben, in dem Bausatz, Farben, Kleber und Pinsel in einer Schachtel liegen.
Unsicher bei der Auswahl? Schreiben Sie uns – wir bauen selbst und beraten gern.