Drei Fragen entscheiden über jede Bauphase: Womit lösen Sie die Teile vom Gießast, womit verbinden Sie sie, und womit verschwindet die Naht danach? Genau deshalb liegen in diesem Bereich Modellbaukleber, Spachtelmassen und Modellbau-Werkzeuge beieinander — vom Seitenschneider für Angüsse über Skalpelle, Feilen und Schleifschwämme bis zu Handbohrern, Gravierwerkzeugen für Panellinien, Nietenrädern und Ständern, die ein Teil festhalten, bis der Kleber angezogen hat.
Weiter unten lesen Sie, wie sich eine Ausstattung sinnvoll Schritt für Schritt aufbaut und was davon schon beim ersten Bausatz wirklich auf dem Tisch liegen muss.
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Es ist die komplette Werkstattausstattung für die Phase, die mit dem Öffnen des Kartons beginnt und endet, sobald das Modell unter die Grundierung kommt. Sie gliedert sich in drei große Blöcke: Modellbaukleber nach Material und Viskosität, Spachtelmassen für Nähte und fehlende Substanz, und Werkzeuge, die sich weiter nach Arbeitsschritt verzweigen — Schneiden, Schleifen, Bohren, Gravieren. Für sich steht Ballastgewicht, ohne das ein Modell mit Bugradfahrwerk nicht auf der Nase bleibt.
Kaufen Sie kein Rundum-Sorglos-Paket. Ein Seitenschneider zum Trennen der Teile, ein scharfes Messer, Plastikkleber und zwei Körnungsstufen reichen aus. Erst wenn ein konkretes Problem auftaucht — eine Naht, die nicht schließt, eine verschliffene Panellinie, eine abgebrochene Antenne — ergänzen Sie genau das Werkzeug, das dieses Problem löst. Wer bei null anfängt, kommt mit fertigen Werkzeug-Sets gut zurecht.
Polystyrol wird angelöst und verschmilzt zu einem Stück. Resin, Metall und Klarteile lassen sich nicht anlösen, dort übernehmen Sekundenkleber oder Epoxidkleber. Je mehr Materialien in einem Modell zusammenkommen, desto eher stehen zwei bis drei verschiedene Kleber nebeneinander auf dem Tisch — und dazu Aktivatoren, die die Abbindezeit verkürzen.
In großen Maßstäben wird mehr geschnitten, gebohrt und gespachtelt, weil jede Unebenheit sichtbar bleibt. In kleinen Maßstäben entscheidet die Feinheit des Werkzeugs: Schärfe der Klinge, Körnung des Schleifmittels, Breite der Gravierspitze. Für feine Arbeit greifen Sie deshalb zu hohen Körnungen und dünnen Klingen, nicht zum groben Allzweckwerkzeug.
Steht das Modell verklebt und verspachtelt da, beginnt die zweite Hälfte der Arbeit: Im Bereich Lackieren und Farben greifen Grundierung, Deckton und Klarlack ineinander.