Modellbaukleber wählt man nach dem Material, nicht nach dem Bild auf der Packung. Für Polystyrol eignet sich etwas anderes als für Resin, und auf eine klare Kanzelhaube darf nichts kommen, was den Kunststoff eintrübt. Dieser Bereich ist deshalb nach Klebstofffamilien sortiert — Kleber für Plastikmodelle, Sekundenkleber, Epoxidkleber und Kleber für andere Materialien — und dazu kommt alles, was unmittelbar zum Kleben gehört: Aktivatoren, Debonder, Applikatoren und Haftmassen für das vorübergehende Fixieren eines Teils.
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Plastikkleber sind keine Klebstoffe im üblichen Sinn — das Lösungsmittel löst die Oberfläche beider Teile an, und nach dem Ablüften bleibt ein einziges Stück Material übrig. Deshalb ist die Verbindung fester als alles, was nur auf der Oberfläche haftet, und deshalb versagt sie bei Resin, Metall oder gegossenen Klarteilen: Die lassen sich nicht anlösen und brauchen einen Kleber, der einen eigenen Film zwischen den Flächen bildet.
Die dünnflüssige Variante wird kapillar in die Naht gezogen, kommt also erst nach dem Zusammensetzen der Teile zum Einsatz und hält die Verbindung sauber. Dickflüssige oder gelartige Kleber bleiben dort, wo Sie sie hinsetzen, laufen nicht in Gravuren und eignen sich für senkrechte Flächen und kleine Spalte. Viele Modellbauer haben beides im Regal und entscheiden je Situation.
Schneller Griff ist bei kleinen Teilen ein Vorteil und bei langen Rumpfhälften ein Nachteil, weil Sie die Naht abschnittweise ausrichten wollen. Dort ist ein langsamerer Typ besser. Die Aushärtung von Sekundenklebern lässt sich umgekehrt verkürzen — genau das ist die Aufgabe von Aktivatoren.
Jede Klebenaht muss verschliffen werden, bevor Farbe darauf kommt — daran schließt der Bereich Schleifwerkzeuge mit Schwämmen, Sticks und Papieren an.