Patinierungsmittel sind Alterung in ihrer bequemsten Form. Puderpaletten werden mit einem Schwämmchen oder Applikator aufgenommen und direkt in die Oberfläche eingerieben, Paststifte wie ein Wachsstift aufgesetzt und mit dem Finger verstrichen. Es braucht keinen Verdünner, kein Mischen und keine Wartezeit auf das Trocknen.
Genau deshalb greifen Modellbauer dazu, wenn die Alterung an einem Abend fertig sein soll. Das Angebot umfasst Puderpaletten in Erd-, Ruß- und Rosttönen, Stifte für Schnee, Sand und helle Erde sowie eine strukturierende Masse als Untergrund. Unten lesen Sie die Unterschiede und wie Sie den Auftrag unter Kontrolle halten.
Der klassische Ablauf mit Washes, Filtern und Pigmenten gibt die größte Freiheit, verlangt aber eine Schichtreihenfolge, Lackzwischenschichten und Geduld. Patinierungsmittel vereinfachen das: Sie arbeiten trocken oder mit halbtrockener Paste, kommen direkt auf den fertigen matten Lack und das Ergebnis ist sofort sichtbar. Misslingt der Auftrag, lässt er sich meist mit einem trockenen Tuch abnehmen.
Sie eignen sich also für das erste gealterte Modell, für das Auffrischen eines älteren Baus in der Vitrine, für Projekte in Jugendgruppen und Vereinen, aber auch als Ergänzung zum klassischen Ablauf, etwa um Ruß am Auspuff nachzuziehen oder abgegriffene Kanten aufzuhellen.
Aufgenommen wird mit dem beiliegenden Applikator oder einem Schwämmchen, eingerieben in kreisender Bewegung. Je stärker der Druck, desto mehr Material bleibt auf der Oberfläche. Am besten funktionieren sie auf mattem Untergrund, wo sie Halt finden; auf Glanz halten sie kaum.
Sie werden wie ein Wachsstift direkt an die Stelle gesetzt, von der der Schmutz ausgehen soll, und danach mit Finger, Pinsel oder Gummispitze verstrichen. Weil sie körperhafter sind, gelingen damit auch deutliche Laufspuren und angesetzte Anhaftungen, nicht nur feiner Staub.
Puder und Paste halten auf matter Oberfläche überraschend gut. Bei einem Modell, das angefasst wird, ist es dennoch sinnvoll, am Ende eine dünne Schicht matten Lack aufzubringen. Rechnen Sie damit, dass sich der Ton danach etwas setzt und aufgehellte Kanten einen Teil ihres Kontrasts verlieren.
Erfahrenere Verfahren mit mehr Kontrolle über jede Schicht finden Sie unter Weathering.