Holz kommt im Modellbau dort zum Einsatz, wo Leichtigkeit und Festigkeit zugleich gefragt sind: Gerippe von Segelmodellen, Flügelholme, Spanten, Schiffsrümpfe samt Decksbeplankung, Sockel und Rahmen. Das Sortiment umfasst Lindenleisten in 2 x 4, 2 x 8, 2 x 10 und 3 x 10 mm, Rundstäbe von 2 bis 13 mm, Vierkantleisten 3 x 3 und 4 x 5 mm im Meter, Flachprofile aus Buche und Birke sowie finnisches Flugzeugsperrholz in 4 und 6 mm.
Die Längen reichen von 245 mm bis zum ganzen Meter – Sie wählen also auch danach, wie lang ein Bauteil ohne Stoß bleiben soll.
Holz lässt sich mit einfachem Werkzeug sägen, schleifen und formen, es wird stumpf mit Weißleim oder Sekundenkleber gefügt und sieht nach dem Lackieren auch ohne Farbe natürlich aus. Dazu kommt ein Vorteil, den weder Kunststoff noch Metall hat: Ein Rundstab lässt sich zu einem gleichmäßigen Kegel schleifen, wie ihn ein echter Mast besitzt.
Linde ist weich und glatt, schneidet sich gut und eignet sich für Beplankung und Leisten. Buche ist hart und fest und kommt bei Rundstäben, Achsen und belasteten Teilen zum Einsatz; die Durchmesser stehen bei den Buchen-Rundstäben, die flachen Profile bei den Buchen-Vierkantleisten. Birke hält bei dünnen Flachprofilen die Ebene. Für die leichtesten Konstruktionen steht Balsa bereit, zu finden bei den Balsa-Brettchen.
Leisten mit 2 x 8 oder 3 x 10 mm Querschnitt sind die Grundlage von Decksbeplankung und Bordwänden – eine neben die andere geklebt ergibt sie ein Deck mit sichtbaren Stößen. Rundstäbe werden zu Masten, Rahen, Achsen und Pfosten. Flachprofile bilden Böden, Schotten und Füllungen.
Finnisches Flugzeugsperrholz besteht aus vielen dünnen Lagen mit kreuzweiser Faser, hält deshalb sein Maß und reißt beim Biegen nicht. Verwendet wird es für Spanten, Flügelwurzeln und Motorträger, also für Stellen, die Last aufnehmen. Die einzelnen Stärken stehen beim finnischen Flugzeugsperrholz.
Holzgerippe und Leisten kommen besonders bei Flugmodellen zum Einsatz; das zugehörige Sortiment steht bei den Segelflugmodellen.