Airbrush heißt Lackieren mit Druckluft: Die Pistole zerstäubt die Farbe zu einem feinen Nebel, und genau diese Feinheit ist der Grund, warum Modellbauer irgendwann dabei landen. Der Auftrag hinterlässt keine Pinselspuren, erlaubt weiche Übergänge und sauber abgesetzte Tarnmuster und deckt große Flächen gleichmäßig.
In diesem Bereich finden Sie alles, was dazugehört: Airbrush-Pistolen in verschiedenen Düsendurchmessern, Kompressoren, Spritzkabinen mit Absaugung, Treibgasdosen für den gelegentlichen Einsatz sowie Nadeln, Düsen, Dichtungen, Schläuche und Kupplungen. Wie Sie die Teile zu einer funktionierenden Ausrüstung zusammenstellen, steht weiter unten.
Sie brauchen drei Dinge: eine Pistole, eine Luftquelle und einen Ort, an dem gesprüht werden darf. Die Pistole saugt die Farbe an und zerstäubt sie, die Luftquelle bestimmt, wie stabil der Auftrag wird, und Absaugung oder Kabine kümmern sich um alles, was nicht auf dem Modell landet. Der vierte Punkt wird regelmäßig unterschätzt: das Reinigen. Die Pistole wird nach jedem Lackiergang gespült, sonst setzt getrocknete Farbe die Düse zu.
Entscheidend ist der Düsendurchmesser. Rund 0,2 mm zeichnet feine Linien und eignet sich für Tarnmuster, Übergänge und kleine Modelle. 0,4 bis 0,5 mm deckt große Flächen und verträgt dickere Farbe ebenso wie Surfacer. Doppelt wirkende Pistolen, bei denen Sie Luft und Farbmenge getrennt über den Abzug steuern, geben die größte Kontrolle. Das ganze Angebot steht unter Airbrush-Pistolen.
Der Normalfall sind Kompressoren. Achten Sie auf Druckregelung und Wasserabscheider, denn Feuchtigkeit in der Luft hinterlässt im frischen Lack kleine Krater. Ein Drucktank glättet zusätzlich den Druck, sodass die Pistole nicht pulsiert. Für gelegentliche Arbeiten und unterwegs genügt Druckluft aus der Dose, die sich bei längerem Lackieren allerdings erschöpft.
Ein Teil der Farbe verteilt sich beim Sprühen in der Luft. Spritzkabinen mit Filter und Lüfter saugen diesen Nebel ab und sind vor allem dort sinnvoll, wo im Wohnraum lackiert wird. Bei lösemittelhaltigen Farben gehören Atemschutz und Lüften dazu – die Kabine allein reicht nicht.
Nadel, Düse und Dichtungen sind Verbrauchsteile. Eine verbogene Nadelspitze erkennen Sie sofort, weil der Strahl seitlich ausbricht. Unter Ersatzteile und Zubehör liegen Nadeln, Düsen, O-Ringe, Farbbecher, Schläuche, Schnellkupplungen, Halter und Reinigungsstationen.
Airbrush lernt man nicht aus der Anleitung, sondern auf Abfallplastik: Druck, Verdünnung und Abstand einstellen und sprühen, bis eine gleichmäßige Fläche ohne Läufer steht. Die übrige Werkstattausstattung steht im Bereich Modellbaubedarf.