Dieser Verlag arbeitet zur Luftfahrt- und Militärgeschichte mit deutlichem Schwerpunkt auf tschechoslowakischem Material. Das macht die Bände für ein bestimmtes Publikum wertvoll und für ein anderes mühsam: Die Texte sind tschechisch, eine deutsche oder englische Fassung gibt es nicht. Wer tschechisch liest, bekommt Angaben, die anderswo fehlen, weil die Autoren mit heimischen Archiven arbeiten. Wer es nicht liest, nutzt vor allem die Archivaufnahmen, Farbprofile und Zeichnungen. Erschienen ist in nummerierten Reihen: eine zur Luftfahrt mit Typen und Einheiten, eine zu Fahrzeugen, Artillerie und Rüstungsindustrie.
93.Siebel Si 204/ Aero C-3 2.část (M. Irra)
6.36 €
124. Aero L-29 Delfín v českosl. a českém letectvu 2.díl (M.Irra)
5.96 €
90. P-39 Airacobra 4.část (M.Šnajdr)
5.96 €
49.MiG-21PF/PFMv čs.letectvu 2.díl (M.Irra)
3.96 €
103.Messerschmitt Bf109E 4.díl (M.Šnajdr)
7.16 €
12. ČESKÉ, MORAVSKÉ A SLOVENSKÉ ZBROJOVKY PRO BOJIŠTĚ 2. SVĚTOVÉ VÁLKY(V. Francev)
7.16 €
Zu tschechoslowakischen Typen und Einheiten bleibt fremdsprachige Literatur meist knapp und arbeitet aus zweiter Hand. Eine heimische Monografie hat dagegen Zugang zu den örtlichen Archiven und bringt belegte Bestände, Werknummern und zeitgenössische Fotos. Für den Bau hat das eine unmittelbare Folge: Erst mit solchen Unterlagen entsteht ein bestimmtes Flugzeug einer bestimmten Einheit und nicht eine allgemeine Variante nach Schachtelbild.
Sie behandelt die Dienstgeschichte von Typen in der tschechoslowakischen und tschechischen Luftwaffe, einzelne Regimenter und Auslandseinsätze, dazu auch ausländische Maschinen von der Wildcat über die F-15 bis zum Eurofighter. Mehrere Themen sind nach Zeitabschnitten auf Folgebände verteilt, eine Einheit oder ein Typ kann also in mehreren Büchern fortgesetzt werden. Beim Nachkaufen lohnt der Blick auf die Teilnummer.
Der zweite Teil des Angebots behandelt Militärlastwagen, Gebirgsgeschütze, Panzerbau und Rüstungsindustrie, häufig mit Betonung der Zwischenkriegszeit und des Nachkriegsdienstes. Das sind Themen, an die man sonst schwer herankommt, und für den Modellbau abseits des Mainstreams besonders lohnend.
Bauen Sie eine Maschine mit mitteleuropäischer Dienstgeschichte, fangen Sie hier an und greifen erst danach wegen des Bildmaterials zu fremdsprachigen Titeln. Bei einem rein ausländischen Typ ist eine Monografie sinnvoller, die sich direkt mit ihm befasst.
Tschechoslowakische und osteuropäische Nachkriegstechnik hat eine Gemeinsamkeit: Die Bausätze dazu stammen oft aus kleineren Serien, und die Bauanleitungen sind knapp. Umso mehr lohnt ein Text, der beschreibt, wie die Maschine in einem bestimmten Dienstzeitraum aussah. Kennzeichnung, Rumpfbänder und Ausrüstungsdetails änderten sich während der Nutzung regelmäßig, und ohne Buch richtet sich der Erbauer nach dem einen Foto auf der Schachtel.
Eine weitere tschechischsprachige Quelle zur Luftfahrtgeschichte ist das Magazin Revi; das breitere Buchangebot steht in der Fachliteratur über Technik.