Ein Vierkantstab aus Messing ist Vollmaterial mit quadratischem Querschnitt. Die Reihe reicht von 1 mm bis 3 mm Seitenlänge, die Längen betragen 245 und 305 mm. Volles Messing verformt sich nicht, bleibt über die ganze Länge gerade und lässt sich löten – daraus werden Achsen, Zapfen, tragende Streben und Ansätze.
Gerade die Geradheit ist der Punkt: Eine daraus gefertigte Achse hält beide Räder in einer Linie, und ein eingeklebter Stab verzieht sich auch nach Jahren in der Vitrine nicht.
Zwei Eigenschaften, die Kunststoff nicht liefert: Tragkraft und Formstabilität. Ein Stab mit 2 mm Seitenlänge hält einen angehängten Arm oder einen auskragenden Aufbau, ohne nachzugeben. Und weil nichts hohl ist, lässt sich der Stab auch quer bohren, anfeilen und auf Gehrung sägen, ohne einzufallen.
Der häufigste Einsatz. In ein gebohrtes Loch gesteckt bildet der Stab einen Zapfen, um den sich ein Baggerarm oder ein bewegliches Aufbauteil drehen kann. Weil Messing nicht federt, hat das Gelenk kein Spiel und bröselt nicht aus wie eine Kunststofflösung. Für runde Querschnitte schließen sich die Drähte und Rundstäbe an.
Ein innen eingeklebter Stab wirkt als Verstärkung bei Modellen, die transportiert werden. Sinnvoll ist das bei Flügeln, Fahrwerksstützen und langen Auslegern – der Stab bleibt unsichtbar und verhindert, dass die Klebestelle beim Tragen arbeitet.
Ein halber Millimeter von einem Sechskantstab abgesägt ist ein fertiger Mutternkopf. Die Sechskantstäbe in 1 und 1,5 mm liegen in der übergeordneten Gruppe Metallprofile, nicht hier. Für feinere Verschraubungen in kleinen Maßstäben geht es oft schneller mit fertigen Teilen aus Nieten und Schrauben.
Belastbare Achsen und Zapfen lohnen sich vor allem bei Modellen mit beweglichen Partien; das passende Sortiment steht bei den Auto-Modellbausätzen.