Das dritte Laufflächenmuster aus der Radserie zum deutschen schweren Lastwagen Faun L900. Der Umriss des Reifens ist im Zustand unter Last gegossen, Felge und Durchmesser entsprechen den übrigen Varianten. Maßstab 1:35.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Die Firma Faun-Werke entstand in Nürnberg kurz nach dem Ersten Weltkrieg durch den Zusammenschluss zweier Maschinenbaubetriebe und richtete sich auf schwere Nutztechnik aus, von Kommunalfahrzeugen über Kranfahrgestelle bis zu Lastwagen der höchsten Gewichtsklassen. Der Typ L900 vom Ende der dreißiger Jahre war der Höhepunkt dieser Linie, und die Wehrmacht ordnete ihn den Maschinen zu, die für das Abschleppen und die Verlegung von Übergrößen bestimmt waren.
Die Güsse tragen das dritte der Laufflächenmuster, die der Anbieter zu diesem Wagen führt. Der Unterschied zwischen den Varianten liegt in der Zeichnung des Profils, nicht im Durchmesser und nicht in der Breite der Felge, sie lassen sich an einem Fahrgestell also kombinieren. Eine gemischte Bereifung war bei den Einheiten im Feld üblich, denn Ersatzdecken wurden beschafft, wo es ging, und ein übereinstimmendes Muster an allen Rädern war eher die Ausnahme.
Die Form des Reifens ist in dem Augenblick festgehalten, in dem ein beladener Wagen auf ihn drückt. Der untere Teil ist gesetzt, die Flanken sind zur Seite gedrückt, und die Spur ist breiter als bei einem unbelasteten Rad. Am fertigen Modell ist das eines der Details, das dem Auge früher auffällt als ein feines Ätzteil.
Zugleich lohnt es sich, die Drehung der Räder zur Seite zu durchdenken. Eine eingesunkene Spur wirkt am besten, wenn sie mit der Richtung übereinstimmt, in die der Wagen zuletzt gefahren ist, und bei einem in einer Kurve oder in ausgefahrenen Spurrillen aufgestellten Modell macht das einen merklichen Unterschied. Um ein paar Grad eingeschlagene Vorderräder beleben den sonst starren Stand der ganzen Maschine zusätzlich.
Die Montage verlangt kein Schneiden im Fahrgestell. Es genügt, die Reste der Stützen zu entfernen, die Fläche unter der Nabe zu begradigen und das Teil zu kleben. Die Arbeit ist eine Sache von wenigen Minuten je Rad, und das Ergebnis zeigt sich vor allem bei einem Modell auf ebener Unterlage, wo die Berührungsfläche gut zu sehen ist. Der Wagen selbst wird gesondert verkauft, hier geht es um den Maßstab 1:35.
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