Das Coyote-Braun heutiger Militärausrüstung, von Plattenträgern und Stiefeln. Siebzehn Milliliter deckendes Acryl.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
COYOTE BROWN gehört zu den Tönen, die aus den Armeedepots geradewegs in die Farbfläschchen der Modellbauer gewandert sind. Es ist ein helleres, ins Gelbliche gedrehtes Braun, das seit Anfang des Jahrhunderts Plattenträger, Rucksäcke, Stiefel, Halfter und die Seilteile der Ausrüstung tragen. Wer die Gestalt eines heutigen Soldaten oder moderner Spezialkräfte baut, greift öfter danach als nach irgendeinem Grün.
Der Farbton gehört zu jenen, die für sich genommen flach aussehen. Ihm bekommt es sehr, wenn er in drei Schritte aufgeteilt wird: eine dunklere braune Lasur in Nähte und Fugen, der Grundton auf den Flächen und ein helles Aufhellen an den Kanten von Gurten und Schnallen. Erst dadurch wird textile Ausrüstung an einer kleinen Figur lesbar.
Im Mischen ist er dankbar. Mit einem kleinen Anteil Grau entsteht daraus der Ton abgetragenen Stoffes, mit einem Tropfen Ocker verschiebt er sich in die sandige Lage von Wüstenverbänden. Genau deshalb lohnt es sich, auf der Palette Tropfen für Tropfen zu mischen und das Verhältnis zu notieren, damit sich die Mischung nachlegen lässt, wenn sie während des Baus ausgeht.
Bei gedruckten Teilen mit sichtbaren Schichten ist damit zu rechnen, dass ein helleres Braun die Rillen stärker betont als dunkle Töne. Entweder wird die Oberfläche vorher überschliffen und mit einer Füllgrundierung überspritzt, oder die Rillen werden als Gewebestruktur genutzt und eine Lasur wird darin abgesenkt.
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