Flugzeuge sind im Kartonmodellbau die beliebteste und gleichzeitig anspruchsvollste Disziplin. Gerundete Rümpfe, sich verjüngende Flügel und die Verspannung älterer Doppeldecker verlangen Geduld – zurück gibt es dafür ein Modell mit einem Druckbild, das Sie mit Farbe über mehrere Abende aufbauen müssten.
Sie finden hier Einzelbögen im großen Maßstab 1:33 sowie Heftreihen, in denen pro Ausgabe zwei Maschinen zusammenkommen – von Doppeldeckern der Zwischenkriegszeit über Jäger des Zweiten Weltkriegs bis zu Strahltrainern und Abfangjägern der Nachkriegszeit.
Der Rumpf entsteht aus Ringen und Spanten, über die die Außenhaut gezogen und geklebt wird. Dieser Abschnitt entscheidet über das ganze Modell: Sitzen die Spanten nicht in der Achse, haben die Flügel ungleiche V-Stellung und die Nase zieht zur Seite. Flügel sind häufig doppelwandig aufgebaut, damit das Profil hält, bei älteren Mustern kommen gezogene Streben und Drähte hinzu. Der Druck trägt Tarnung, Kennzeichen und Nieten, lackiert wird also nicht – zu lösen bleibt nur die Behandlung der Kanten.
Der Maßstab 1:33 liefert große Teile, die sich gut rollen lassen und einen leicht unsauberen Schnitt verzeihen. Ein zweimotoriger Bomber dieser Größe kommt auf etwa 54 Zentimeter Spannweite und rund 39 Zentimeter Länge, ein einmotoriger leichter Bomber auf etwa 42 Zentimeter Spannweite. Kleinere Maßstäbe sind beim Platz im Regal im Vorteil, verlangen aber Skalpell mit frischer Klinge und eine ruhige Hand.
Ein Schulterdecker mit kantigerem Rumpf ist für das erste Kartonflugzeug eine vernünftige Wahl. Ein Doppeldecker bringt die zweite Tragfläche, Streben und Verspannung mit, womit sich der Aufwand vervielfacht. Bei Strahlflugzeugen verschiebt sich die Arbeit zu sauber ausgeschnittenen Lufteinläufen und zur Verglasung der Kabine.
Die Schnittkante des Kartons ist weiß und fällt am fertigen Modell auf. Sie wird mit dünn aufgetragener Farbe im Ton des Drucks oder mit einem Farbstift überstrichen – entscheiden Sie das vorher, denn nach dem Verkleben kommen Sie an manche Kanten nicht mehr heran.
Interessieren Sie dieselben Maschinen auch in Kunststoff, mit Farbe und Alterung, führen die Flugzeug-Modellbausätze und die Hubschrauber-Modellbausätze weiter. Zu historischen Mustern liest sich die Modellbau-Literatur gut, und die übrigen Bögen stehen in den Kartonmodellen.