Ein Schiff aus Karton ist eine Prüfung der Ausdauer. Der Rumpf entsteht aus Spanten und Außenhaut, die Aufbauten aus vielen kleinen Teilen, und bei einem Großsegler folgt zuletzt die Takelage, die mehr Zeit kostet als der gesamte Rest des Modells.
Das Ergebnis hat dafür in keinem anderen Material eine Entsprechung: Der Druck trägt die Beplankung und Details, die Sie mit Farbe über viele Abende nachbilden müssten. Ein klassischer Teeklipper im Maßstab 1:100 kommt auf etwa 85 Zentimeter über alles, die Masten reichen rund 45 Zentimeter hoch – das will am Aufstellplatz eingeplant werden.
Für die Takelage legen Sie feines Garn und eine Pinzette bereit; die Masten müssen exakt senkrecht stehen, sonst verzieht sich die gesamte Verspannung. Den Rumpf unterfüttern Sie mit festerem Karton, denn eine Papieraußenhaut arbeitet mit der Luftfeuchte. Schiffe in Kunststoff führen die Schiffs-Modellbausätzen; den klassischen Aufbau aus Leisten und Spanten lösen die Holzschiffsmodelle. Die weiteren Kartonbögen und Heftreihen stehen in den Kartonmodellen.