Sechs Töne, die die Tarnung des deutschen Jagdflugzeugs Focke-Wulf zusammensetzen, einschließlich der gefleckten Rumpfflanken und der hellen Unterseiten. Hinzu kommen auch Töne für die Erkennungsstreifen des Kriegsschauplatzes.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Das deutsche Jagdflugzeug mit Sternmotor trat 1941 in den Kampf und wurde rasch zu einem Gegner, den die alliierten Besatzungen respektierten. Seine Bemalung durchlief eine Entwicklung von dunklen grünen Flächen über hellere graublaue Töne bis zu bunten Flecken an den Rumpfflanken, mit denen in den späteren Jahren die Silhouette gegen den Himmel wie gegen die Landschaft getarnt wurde.
Das Set deckt diese Wandlung mit sechs Tönen ab. Dunkelgrün und Braunviolett bilden das Paar der Oberseiten, Grauviolett gehört an die Flanken und auf die Flecken, ein helles Grau entspricht den Unterseiten und ein mattes Weiß dient den Nasenkanten, den Zahlen und der ergänzenden Markierung. Der sechste Ton, ein Senfgelb, zielt auf die Streifen und Hauben, mit denen sich an der Ostfront die Maschinen der einzelnen Kriegsschauplätze unterschieden.
Die Arbeit mit einer solchen Palette hat eine bewährte Reihenfolge. Zuerst die helle Unterseite, danach das obere Paar mit weicher Grenze, erst zum Schluss die Flecken an den Flanken, die mit verdünnter Farbe aus kurzer Entfernung gespritzt werden. Niedriger Druck und mehrere Überfahrten leisten bessere Dienste als eine einzige dichte Lage.
Die Palette dient auch an anderen deutschen Typen derselben Jahre, denn die Flugzeuganstriche gingen von einer einheitlichen Vorschrift für alle Maschinentypen aus. Wer mehrere Maschinen baut, nutzt vor allem das helle Grau, das die größten Flächen abdeckt.
Die Farben werden mit Wasser verdünnt und vertragen Pinsel wie Airbrush. Zum Schluss lohnen sich ein Glanzlack unter den Nassschiebebildern und ein Mattlack über der fertigen Fläche.
Der Unterschied zwischen einem gelungenen und einem misslungenen Bau dieses Flugzeugs liegt meist an einer einzigen Sache: an der Weichheit der Grenze zwischen den oberen Tönen. Eine scharfe Trennung wirkt gezeichnet, während eine leicht vernebelte Kante den Eindruck einer wirklichen Airbrush unter Feldbedingungen erzeugt.
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