Heki-Farben kommen nicht vom Modellbautisch, sondern von der Anlage: Sie sind für Gelände, Gestein und Verkehrsflächen gemischt, nicht für Bauteile eines Bausatzes. Die Reihe umfasst Acryltöne in der Grundpalette Schwarz, Braun, Grün, Blau, Gelb, Weiß und Kastanie, dazu Gesteinsfarben für Granit und Sandstein samt einer transparenten Variante sowie Fahrbahnfarben in Asphalt- und Betongrau. Weil Gelände großflächig ist, sind diese Farben auf flächiges Auftragen und Lasieren ausgelegt, nicht auf Detailmalerei.
Auf Gips, Karton, Schaum und Streumaterial geht es nicht um Deckkraft, sondern um Tiefe. Die Grundfläche bekommt einen dunklen Erd- oder Steinton, und erst darüber folgen hellere Lasuren, die nur die erhabenen Stellen treffen. So entsteht Plastik, die ein einziger gleichmäßiger Anstrich nie liefert.
Granit- und Sandsteintöne verdünnt in die Struktur fließen lassen, überschüssige Farbe mit einem Tuch von den Kanten abnehmen. Die transparente Variante eignet sich, um einen bereits getroffenen Ton zu vertiefen, ohne die Zeichnung zu verlieren. Breite und weiche Pinsel dafür stehen unter Spezialpinsel.
Asphalt und Beton wirken frisch gestrichen immer zu einheitlich. Setzen Sie Fahrspuren, Flicken und Ölstreifen nachträglich ein – das Material dafür steht unter Weathering und Pigmente.
Gips und Schaum saugen die erste Schicht fast vollständig weg. Arbeiten Sie die Grundlage deshalb bewusst dünn und nass ein, statt sie zu decken – die zweite Lage sitzt dann gleichmäßig. Auf glatten Kunststoffteilen eines Geländebausatzes ist dagegen eine Haftschicht sinnvoll, weil Geländefarbe dort sonst abplatzt.
Wo Erde, Schlamm oder Schotter nicht nur gefärbt, sondern aufgebaut werden soll, kommen Texturpasten ins Spiel; Farbe allein bildet keine Oberfläche.
Weitere Töne, die sich für Gelände und für Modelle gleichermaßen eignen, finden Sie in der Rubrik Acrylfarben.