Ein Flugdeck steht nie leer, und Militärfahrzeuge in 1:350 besiedeln es: Decksschlepper, Feuerwehr- und Startwagen, amphibische Landungsfahrzeuge sowie Flaktürme der Küstenverteidigung. Es sind kleine Sets, oft geätzt oder im Feindruck gefertigt, gedacht vor allem als Ergänzung zu Schiffsmodellen im selben Maßstab.
Ein solches Fahrzeug ist nur einen bis gut zwei Zentimeter lang, deshalb liegen in einem Set meist mehrere Stücke, und die Teile sind geätzt oder gedruckt statt gespritzt. Weiter unten lesen Sie, wie man mit solchen Miniaturen arbeitet und womit die Szene auf dem Deck glaubwürdig wird.
Der Maßstab 1:350 gehört den Kriegsschiffen, und so dient die Technik hier vor allem ihnen: Sets mit Decksschleppern und Versorgungsfahrzeugen belegen das Flugdeck, amphibische Landungsfahrzeuge ergänzen eine Anlandungsszene, und Flaktürme ergeben eine eigenständige Miniatur der Küstenbefestigung. Bei dieser Größe entscheidet die Fertigung: Geätzte Flächen und feiner Druck halten Konturen, die ein Spritzgussteil in diesem Maß verlieren würde.
Gehen Sie vom konkreten Schiff aus: Ein amerikanischer Träger braucht einen anderen Fahrzeugpark als ein britischer, ein modernes Deck einen anderen als eines aus dem Zweiten Weltkrieg. Wählen Sie die Sets nach Nation und Epoche passend zu den Schiffsmodellen in 1:350.
Ätzteile biegen Sie mit einer Pinzette mit glatten Backen und kleben sie mit Sekundenkleber, den Sie mit einer Nadelspitze auftragen. Gedruckte und Resinteile vor dem Lackieren abwaschen, dann hält die Farbe deutlich besser.
Fahrzeuge wirken erst im Zusammenhang: Ergänzen Sie sie mit Figuren in 1:350, denn Deckspersonal rund um den Schlepper macht aus dem Schiffsmodell eine Momentaufnahme aus dem Dienst.
Lackieren Sie die Fahrzeuge noch am Gießast oder auf einen Streifen doppelseitiges Klebeband geklebt; einen zentimeterlangen Schlepper in den Fingern zu halten, endet zuverlässig mit Fingerabdrücken und verlorenen Teilen. Landfahrzeuge in baubaren Größen finden Sie im Überblick der Militärfahrzeug-Modellbausätze.