Einkomponenten-Spachtelmassen sind die, die Sie nur auftragen und ablüften lassen — nichts wird gemischt, nichts abgemessen. Genau deshalb greifen Sie in der Werkstatt am häufigsten dazu. Die Kategorie umfasst klassische pastöse Spachtel in der Tube in grauer, weißer und grüner Tönung, flüssige Spachtel zum Auftragen mit dem Pinsel direkt in die haarfeine Rille und feine Füllspachtel für größere Flächen. Die Farbe hat praktischen Sinn: Auf dunklem Kunststoff sehen Sie besser, was schon gefüllt ist und was noch nicht.
Es ist eine Masse, die in einem Trägermittel gelöst ist, das verdunstet. Nach dem Trocknen bleibt der Festanteil — und weil der kleiner ist als das aufgetragene Volumen, schwindet die Masse. Das ist eine wesentliche Eigenschaft, mit der man rechnet: Bei einer flachen Rille fällt sie nicht auf, bei einem tieferen Krater schon. Die Lösung ist einfach: in mehreren dünnen Schichten auftragen und nicht drängeln.
Der Allrounder für echte Spalte. Aufgetragen wird mit Spachtel, behandschuhtem Finger oder einer alten Klinge, mit kleinem Überschuss über Umgebungsniveau, damit nach Schwund und Überschleifen nichts fehlt. Zu diesem Typ greifen Sie an Flügelwurzeln, an der Naht zwischen Rumpfhälften und an Karosserien.
Er hat die Konsistenz dickerer Farbe und zieht selbst in haarfeine Rillen, Poren und feine Schleifspuren. Der größte Vorteil kommt nach dem Trocknen: Der Überschuss wird oft einfach mit einem in Verdünner angefeuchteten Tuch oder Wattestäbchen abgenommen, sodass die Gravur daneben unberührt bleibt.
Eine sehr glatte Masse für ausgedehnte, aber flächige Unebenheiten — Kratzer von grobem Schleifmittel, Übergänge nach dem Überschleifen oder die Oberfläche eines 3D-Druckteils. Sie wird gestrichen und mit einer flexiblen Rakel abgezogen.
Dickes CA lässt sich für einen kleinen Krater einsetzen, wenn Sie nicht warten wollen. Es härtet sofort aus und schwindet nicht, ist aber härter als Kunststoff und wird deshalb vorsichtig geschliffen. Einzelheiten dazu bei den Sekundenklebern.
Ein Modell mit verspachtelten und verschliffenen Nähten ist bereit für das Lackieren — dort zeigt sich als erstes, wie sauber gebaut wurde.