Schleifpapier bleibt das am häufigsten genutzte Schleifmittel der Modellbauwerkstatt. Die Modellbauvarianten unterscheiden sich von Werkstattware durch Feinheit und Trägerqualität: Das Korn ist gleichmäßig, bricht nicht aus, und das Papier verträgt Arbeit im Nassen. Die Kategorie bietet lose Bögen zum Zuschneiden, selbstklebende Streifen zum Aufbringen auf einen Schleifklotz oder Maschinenkopf, wasserfeste Papiere für das Nassschleifen sowie Zusammenstellungen mehrerer Körnungen in einer Packung.
Die Zahl geht auf die Maschenweite des Siebs zurück, durch das das Korn sortiert wird — je höher der Wert, desto feiner das Schleifmittel. In dieser Rubrik beginnt der Bereich bei groben 80 und reicht bis zu Polierstufen von 8000. Grob gilt: 80 bis 400 für das Angleichen überschüssigen Spachtels und das Entfernen eines Angusses, 600 bis 1000 für das Egalisieren vor der Grundierung, 1200 bis 2000 für die Vorbereitung unter Hochglanzlack und für Klarteile, die Stufen über 3000 nur noch zum Herauspolieren von Kratzern im Lack.
Die vielseitigste Form. Sie schneiden genau das Stück zu, das Sie brauchen, wickeln es um einen Holzspieß, ein Profil oder einen Schleifklotz und kommen damit überall hin. Zwei bis drei Körnungen im größeren Format zu Hause zu haben lohnt sich, weil der Verbrauch höher ist als erwartet.
Sie werden auf einen Schleifklotz oder den Schleifkopf eines Maschinenwerkzeugs geklebt. Der Vorteil: Das Papier arbeitet nicht und rutscht nicht, der Abtrag bleibt gleichmäßig. Passend zu den Werkzeugen aus der Kategorie Schleifsticks und zu elektrischen Schleifern.
Träger und Bindemittel widerstehen Wasser, Sie können also nass arbeiten. Nassschleifen ist schonender, die Oberfläche wird glatter, und der Staub bleibt im Wasser statt in der Luft — bei Resin und Druckharzen ist das ein grundlegender Sicherheitsaspekt.
Packungen, in denen die Stufen aufeinander folgen. Für den Anfang sinnvoll, weil Sie nicht entscheiden müssen und sicher keinen Schritt überspringen.
Schleifen Sie auf einer ebenen Fläche nie mit bloßem, vom Finger angedrücktem Papier — es entsteht eine Mulde. Unterlegen Sie das Papier mit einem Schleifklotz, einem Holzstück oder einem Gummi. Gehen Sie die Körnungen schrittweise durch und spülen Sie die Fläche zwischen den Schritten ab, sonst zerkratzt zurückgebliebenes grobes Korn die eben verfeinerte Fläche. Abgeschlossen wird mit einer Kontrollschicht aus dem Bereich Surfacer und Grundierungen.
Für den endgültigen Glanz an Karosserien und Klarteilen schließen an das Schleifpapier die Mittel aus dem Bereich Poliermittel an.