1:700 ist der Weg zu einer ganzen Flotte auf einem Regalbrett. Die Längen reichen hier von wenigen Zentimetern bei Räumbooten und Landungsfahrzeugen über rund zweiundzwanzig Zentimeter bei den frühen Linienschiffen bis zu etwa sechsunddreißig Zentimetern beim größten Schlachtschiff.
Genau auf Serien ist das Programm angelegt: eine Reihe amerikanischer Linienschiffe von den Vor-Dreadnoughts über die ersten Großkampfschiffe bis zu Einheiten des Zweiten Weltkriegs, dazu amerikanische Großkreuzer, japanische Schiffe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, britische Schlachtschiffe, Schwere Kreuzer und Zerstörer, deutsche Schlachtschiffe, Kreuzer, Zerstörer und Landungsfahrzeuge, ein modernes russisches U-Boot und gepanzerte Fahrzeuge aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg. Die Bausätze sind Kleinserienguss aus Gießharz, kommen unlackiert und verlangen Waschen, Absägen des Gießblocks und Sekundenkleber.
Dieser Maßstab hat unter Schiffsmodellbauern eine besondere Stellung: klein genug, um im Großen zu sammeln, und groß genug, um Reling und Bewaffnung ausarbeiten zu können. Wo in 1:350 ein Schiff steht, passen hier mehrere Einheiten hin, und damit wird vergleichbar, was auf einem einzelnen Modell nie sichtbar wird – etwa die Entwicklung der Turmanordnung über zwei Jahrzehnte.
Der Rumpf ist meist ein Gussteil. Den Gießblock absägen und die Aufstandsfläche auf Schleifpapier auf einer ebenen Platte richten, damit das Schiff nicht schief liegt. Bei einem Wasserlinienmodell wird die Unterseite ohnehin verdeckt.
In 1:700 bringt es nichts, Nieten zu jagen; Reling und Leitern aus Ätzblech und gedrehte Metallrohre bringen dagegen viel. Diese drei Dinge verändern den Eindruck stärker als alles andere, weil sie Elemente ersetzen, die im Guss zwangsläufig zu grob ausfallen.
Wählen Sie den Grundton am kleinen Modell heller, als Sie erwarten würden, denn Wash und kleine Schatten dunkeln ihn ab. Eine Flotte in gemeinsamer Wasserfläche fasst außerdem die Vitrine zusammen und verbirgt die Aufstandsflächen.
Am besten funktionieren Sammlungen mit einer Regel. Eine Schiffsklasse in mehreren Einheiten, eine Flotte in einem Jahr, oder umgekehrt ein Schiff in aufeinanderfolgenden Umbauzuständen. Eine solche Ordnung gibt der Vitrine Sinn und Ihnen eine klare Vorgabe, was als Nächstes entsteht. Bei den älteren Einheiten kommt hinzu, dass sich der Übergang von Schornsteinen und Masten zu geschlossenen Aufbauten moderner Schiffe verfolgen lässt.
Mehr Detail bietet der Maßstab 1:350; alle Schiffe dieser Kleinserie stehen unter ŘOP Schiffsmodelle.