Ätzteile ergänzen beim U-Boot genau das, was Spritzguss nicht leisten kann: hauchdünne Geländer am Turmumlauf, die Gitter der Flutschlitze, Roste auf dem Turm oder Metallflaggen, die im Wind stehen. Fotogeätztes Blech hält eine scharfe Kante selbst bei wenigen Zehntelmillimetern Materialstärke, und damit hält der Turm eines U-Bootes plötzlich auch der Nahaufnahme stand.
Die Sätze erscheinen für einzelne Boottypen und in sehr unterschiedlichem Umfang, von der kleinen Flaggenplatine bis zum vollständigen Detailsatz. Unten erfahren Sie, wie Sie auswählen und wie Sie die Teile ohne Verluste vom Rahmen bekommen.
Ätzteile sind Platinen aus Messing oder Edelstahl, aus denen Säure Bauteile herausgearbeitet hat, die dünner sind als Papier: Geländer, Leitern, Antennen, Halter und ganze Decksroste. Für U-Boote gibt es sie hier in den Maßstäben 1:35, 1:72, 1:144 und 1:350. Die Teile hängen über schmale Stege im Rahmen und werden mit dem Skalpell gelöst, ähnlich wie Spritzgussteile, nur mit mehr Vorsicht.
Die Platinen erscheinen für bestimmte Bausätze und Typen: deutsche Hochseeboote der Baureihen VII und IX, japanische Ozeanboote sowie britische Kleinst-U-Boote. Die Zuordnung steht in der Artikelbeschreibung; prüfen Sie Maßstab und Bausatzvariante, bevor Sie bestellen.
Ein vollständiger Detailsatz rüstet das ganze Boot aus, kleine Platinen lösen nur Geländer oder Flaggen. Für die erste Begegnung mit Fotoätzteilen ist eine kleine Platine die bessere Schule. Bei Komplettsätzen rechnen Sie damit, dass Sie einen Teil der Kunststoffteile abtrennen und ersetzen, die Anleitung zeigt jeweils, wo.
Trennen Sie das Teil auf einer harten Unterlage mit dem Skalpell ab, führen Sie Biegungen über eine gerade Kante und kleben Sie mit einem Tropfen Sekundenkleber von der Nadelspitze. Welliges Geländer richten Sie, indem Sie es über einen runden Pinselstiel ziehen. Entfetten Sie das Metall vor dem Lackieren, sonst hält die Farbe nicht.
Die Bausätze selbst finden Sie unter U-Boot-Modellbausätze.