Ein Hammer auf dem Modellbautisch wirkt zunächst unlogisch — bis Sie ihn einmal brauchen. Dann merken Sie, dass sich ohne ihn kein Niet ins Holz treiben, kein verbogenes Metallprofil richten, kein Zapfen austreiben und keine Form in ein Blech klopfen lässt. Die Kategorie umfasst kleine Hämmer mit Messingkopf, die auf dem Material keine Spuren hinterlassen, Uhrmacherhämmer mit geringer Masse für präzise Schläge und Einschlaghilfen mit Führung, in denen ein feiner Stift nicht verbiegt.
Masse und Kopf. Ein normaler Stahlhammer überträgt zu viel Energie in ein kleines Teil und hinterlässt auf Metall einen Abdruck. Modellbauhämmer haben Köpfe im zweistelligen Grammbereich, einen kurzen Stiel und oft ein Kopfmaterial, das weicher ist als das Werkstück — Messing verformt sich selbst und schützt so Blech, Röhrchen und Profilkante.
Der weichere Kopf verteilt den Schlag und beschädigt die Oberfläche nicht. Eingesetzt werden sie zum Richten von Metallprofilen, zum Setzen eines Zapfens und zum vorsichtigen Umformen von Blech auf einer Stützplatte. Gearbeitet wird auf hartem Untergrund, nicht auf der Holzplatte, damit die Energie im Werkstück bleibt.
Sehr geringe Masse und schmaler Kopf. Sie passen dort, wo viele sehr schwache Schläge mit genauem Ziel nötig sind — etwa beim schrittweisen Ausklopfen einer Wölbung oder bei der Arbeit mit einem winzigen Niet.
Ein Werkzeug, das einen Stift oder Niet führt und ihn mit Druck in den Untergrund bringt. Üblich bei Holzkonstruktionen, bei Schiffsmodellen und überall, wo ein echter Niet oder Nagel sichtbar sein soll und nicht nur ein Farbpunkt. Die Führung hält den Stift senkrecht, sodass er nicht verbiegt.
Drei Grundsätze gelten. Der Schlag soll kurz und aus geringer Höhe kommen — Energie fügt man über die Zahl der Schläge hinzu, nicht über den Schwung. Das Werkstück muss mit der ganzen Fläche auf festem Untergrund liegen, sonst schwingt es nur. Und bei Niet und Stift lohnt sich ein vorgebohrtes Loch: Das Material reißt dann nicht, und der Stift läuft gerade, was bei dünnen Holzleisten über fertiges Teil oder Riss entscheidet.
Für eine Biegung ohne Schlag ist ein Werkzeug aus dem Bereich Biegehilfen für Draht und Profile die bessere Wahl — es formt mit gleichmäßigem Druck.