Eine Pinzette ist die Verlängerung der Finger dorthin, wo Finger nicht hinpassen, und gleichzeitig der einzige Weg, ein Teil von der Größe eines Mohnkorns zu greifen. Modellbaupinzetten unterscheiden sich in der Form der Spitzen und in der Mechanik: Gerade Spitzen sind universell, gebogene lassen den Blick auf die Greifstelle frei, flache Backen halten ein Ätzteil ohne Abdruck, und selbstklemmende Modelle halten von selbst, bis Sie die Feder öffnen. Dazu kommen antistatische Ausführungen und Pinzetten mit Schneide.
Weil ihr ganzer Wert im letzten halben Millimeter liegt. Eine billige Pinzette hat Spitzen, die nicht aufeinander treffen, sodass das Teil statt gegriffen weggeschleudert wird — und dann liegt es unter dem Schrank. Eine gute Pinzette hat so geschliffene Spitzen, dass sie sich über die ganze Fläche berühren und auch ein Ätzteil von einem Zehntelmillimeter Dicke halten.
Die Basis für die meiste Arbeit: Teile transportieren, in Position einsetzen, mit einem Decal umgehen. Wählen Sie die feinste Spitze, mit der Sie noch sicher zugreifen können.
Die gebogene Spitze gibt den Blick auf die Arbeitsstelle frei und erlaubt Arbeit im Winkel — etwa beim Einsetzen eines Teils in einen Innenraum. Für Ätzteile und kleine Zurüstteile ist das oft bequemer als eine gerade Pinzette.
Sie haben eine breitere Auflagefläche, drücken also ein dünnes Blech nicht ein und zerreißen kein nasses Decal. Genutzt werden sie bei der Arbeit mit Fotoätzteilen, also dünnem Metallblech mit feinen Details, und beim Übertragen von Decals aus dem Wasserbad.
Sie arbeiten umgekehrt: Sie klemmen von selbst und öffnen sich durch Druck. Nützlich, wenn ein Teil lange gehalten werden muss — etwa beim Trocknen von Kleber — und Sie den Druck nicht mit den Fingern aufbringen wollen.
Die antistatische Ausführung verhindert, dass ein federleichtes Teil durch statische Ladung an der Spitze klebt. Pinzetten mit Schneide verbinden Greifen und Schneiden, sodass Sie ein kleines Teil direkt dort abtrennen, wo Sie es halten.
Hebeln Sie nie mit ihr und nutzen Sie sie nicht als Schraubendreher — die Spitzen laufen auseinander, und damit ist das Werkzeug erledigt. Legen Sie sie so ab, dass die Spitzen nicht auf den Tisch stoßen. Nach Arbeit mit Kleber reinigen Sie die Spitzen mit einem Mittel aus dem Bereich Verdünner und Reiniger, denn ein getrockneter Tropfen auf der Auflagefläche ist genauso störend wie eine verbogene Spitze.
Beim Schneiden von Blechen und kleinen Teilen ergänzt sich die Pinzette ausgezeichnet mit Werkzeugen aus dem Bereich Zangen und Scheren.