Beim H-Profil sind zwei gleich breite Flansche durch einen Steg verbunden, der Querschnitt sieht also tatsächlich aus wie der Buchstabe. Im Bauwesen und im Maschinenbau stehen damit Krane, Brückenkonstruktionen, Hallenrahmen und Fahrgestellträger – und genau dafür dient es auch am Modell.
Die Maße reichen von 1,5 mm bis 9,5 mm, die Wandstärke von 0,5 bis 1,4 mm, längere Stücke haben 350, 375 oder 600 mm. Weil beide Flansche gleich sind, wirkt das Profil von jeder Seite symmetrisch.
Immer dann, wenn eine Konstruktion sichtbar bleibt und aus Stahlprofil gebaut aussehen soll. Gittermastkrane, Portale, Brückenträger, Gleisstützen, Rahmen von Industriehallen, Auffahrrampen oder Längsträger schwerer Fahrgestelle. Weil die Flansche gleich breit sind, lässt sich das Profil in beide Richtungen stellen und sieht aus jedem Winkel gleich aus.
Ein 4-mm-H-Profil entspricht im Maßstab 1:35 einem Träger von etwa vierzehn Zentimetern Höhe, dem Maß eines üblichen gewalzten Bauprofils. In 1:72 wären es schon fast dreißig Zentimeter, also der Hauptträger einer Brücke. Wählen Sie das Maß deshalb nach dem Bauteil, das Sie nachbilden, und nicht nach Augenmaß.
Beim H-Profil sind die Flansche etwa so breit wie der Steg hoch ist, es wirkt robust und wird zu Stützen verbaut. Das I-Profil ist dagegen höher als breit und kommt dort zum Einsatz, wo ein Träger in einer Achse arbeitet – waagerechte Träger und Traversen. Beide Reihen stehen nebeneinander auch bei den I-Profilen.
Beginnen Sie eine Gitterkonstruktion nicht mit dem längsten Teil. Kleben Sie zuerst die tragenden Stützen auf einer ebenen Platte, ergänzen dann die waagerechten Elemente und zuletzt die Diagonalen. Für den Verband eignen sich dünne Vierkantstäbe und Streifen gut, weil sie sich leicht auf schräge Länge kürzen lassen.
Stahlkonstruktionen sind oft Teil von Szenen und Industriemotiven; dazu passt das Zubehör für Dioramen.