Alles, was am Modell ein Rohr sein soll, kommt aus dieser Gruppe: Auspuff, Mast, Rohrleitung, Hülse, Kabelschutz. Kunststoffrohre sind hohle Profile mit rundem Querschnitt, erhältlich von 2 mm bis 12,7 mm Außendurchmesser, mit Wandstärken meist zwischen 0,5 und 0,8 mm und in Längen von 350 und 375 mm.
Neben weißen und grauen Varianten gibt es klare Röhrchen, bei denen sich die Transparenz nutzen lässt, sowie butyratbeschichteten Draht, der sich biegen lässt und die Form hält.
Der Hauptvorteil ist die offene Stirnfläche. Ein Auspuff aus Vollmaterial sieht immer aus wie ein Stäbchen, während ein Rohr nach dem Absägen eine fertige Mündung hat und innen nur noch leicht ausgedünnt werden muss. Der zweite Vorteil ist das Fügen: Ein dünneres Rohr im dickeren hält von selbst und erlaubt einen Teleskopmast oder ein Gelenk, das sich vor dem Verkleben noch drehen lässt.
Bei Rohren werden immer zwei Werte genannt: Außendurchmesser und Innendurchmesser beziehungsweise Wandstärke. Wollen Sie Rohre ineinanderstecken, suchen Sie die Kombination, bei der der Außendurchmesser des kleineren Stücks dem Innendurchmesser des größeren nahekommt. Passt es nicht exakt, hilft ein eingeklebter Draht oder Rundstab als Reduzierung.
Für Waffenrohre und kurze Auspuffe ist Metall meist besser, weil es dünnere Wand und schärfere Mündung bietet; das Angebot steht bei den Metallröhrchen. Kunststoff gewinnt bei langen Leitungen, Masten und Rohrsträngen, weil er mit dem Bausatz verklebt und sich mit dem Bauteil planschleifen lässt. Für kantige Leitungen und Rahmen nehmen Sie Vierkantrohre.
Transparente Profile niemals an sichtbarer Stelle mit Lösungsmittel kleben, sie mattieren. Verwendet werden sie für Lichtleiter, Säulen von Abdeckungen und Führungsröhrchen für die Beleuchtung. Die Schnittfläche mit feinstem Schleifpapier glätten und anschließend polieren, dann kommt die Transparenz zurück.
Rohre gehen am häufigsten an Erbauer von Fahrzeugen und Militärtechnik, wegen Auspuffen und Leitungen; dazu passen die Militärfahrzeug-Modellbausätze.