Dem echten Bestand am nächsten kommt statisches Gras, weil seine Fasern senkrecht stehen. Die Kategorie umfasst Längen von 2 mm für gemähte Flächen über 4 bis 6 mm für Säume und unbewirtschafteten Boden bis zu 10 und 12 mm für hohen Wuchs, und das in Tönen von Frühlings- und Sommergrün über Savanne, Prärie und Stoppelfeld bis zu Herbst- und Wintertönen. Die Beutel reichen von 20 bis 100 g.
Die Faserlänge ist dabei kein Geschmacksfrage, sondern Maßstabsrechnung. Wie Sie die Fasern aufstellen, steht unten.
Statische Fasern werden im Begraser elektrostatisch aufgeladen. Beim Aufstreuen auf feuchten Leim stoßen sie sich gegenseitig ab, stecken sich senkrecht in die Schicht und trocknen so auch aus. Das Ergebnis erkennt jeder auf den ersten Blick: statt einer grünen Fläche ein stehender Bestand mit Schatten am Boden. Ohne Begraser lässt sich das Gras auch flach aufstreuen – dann erhalten Sie allerdings nur eine weitere Foliage und keinen Rasen, und es lohnt eher der Griff zu fertigen Büscheln.
Rechnen Sie die Faserlänge um: 2 bis 3 mm entsprechen in 1:35 einer Wuchshöhe von 7 bis 10,5 cm, also gepflegtem Rasen, und in 1:72 rund 14 bis 22 cm. 5 bis 6 mm sind in 1:35 ein ungemähter Saum von 17,5 bis 21 cm, ein Graben, ein Feldrand. Fasern von 10 bis 12 mm ergeben in 1:35 hohes Gras von 35 bis 42 cm und passen an Wasser und auf verwilderte Flächen. Eine einzelne zu lange Faser verdirbt den Maßstab der ganzen Szene – prüfen Sie die Länge deshalb immer neben einer Figur.
Eine echte Wiese hat mehrere Töne und Höhen. Gehen Sie in zwei bis drei Durchgängen vor: zuerst die kürzere Grundschicht, nach dem Trocknen und Absaugen des Überschusses nur stellenweise längere Fasern. Mischen Sie Grün mit Gelb und Braun – ein Verhältnis von neun zu eins genügt, damit die Fläche ihr Fabrikaussehen verliert.
Tragen Sie den Leim in einer dünnen durchgehenden Schicht auf, nicht tropfenweise, und arbeiten in kleineren Abschnitten, damit er nicht antrocknet. Nach zwölf Stunden saugen Sie die überschüssigen Fasern durch einen über die Düse gezogenen Strumpf ab – das Material ist wiederverwendbar und die Fläche wird dabei sauber.
Einen guten Rasen erkennt man daran, dass keine Regelmäßigkeit darin sichtbar ist. Arbeiten Sie in kleinen Abschnitten, in mehreren Durchgängen und mit unterschiedlichen Tönen, und ergänzen die Höhe anschließend mit Materialien aus dem Szenerie-Zubehör.