Der Maßstab 1:9 stammt aus dem Motorradmodellbau und hat sich daneben eine zweite, inzwischen dominierende Rolle erobert: Er ist das Format moderner Soldatenfiguren. Rund 20 cm Höhe reichen für Plattenträger mit einzeln ausgeformten Taschen, für Waffenzubehör und für Gesichter mit Ausdruck. In dieser Kategorie liegen deshalb vor allem mehrteilige Resinabgüsse heutiger Soldaten, Spezialkräfte-Operatoren und Besatzungsmitglieder von Kampffahrzeugen – dazu einzelne Stücke in 1:10, die mit 1:9 problemlos eine Vitrine teilen.
Zwei Traditionen treffen hier aufeinander. Die ältere kommt vom Motorrad: Fahrer und Mechaniker, die einer Maschine Bewegung geben. Die jüngere ist die moderne Militärfigur – Soldaten mit heutiger Ausrüstung, Panzerfaustschützen, Fahrzeugbesatzungen, häufig als Serie mit durchnummerierten Posen, sodass sich eine Gruppe aus demselben Verband aufbauen lässt. Die Abgüsse kommen mehrteilig, Ausrüstungsstücke meist separat, damit der Pinsel überall hinkommt.
Heutige Uniformen verlangen Genauigkeit: Tarndruckmuster, Plattenträger und Waffenzubehör lassen sich an Fotos überprüfen, und jede Abweichung fällt bei 20 cm Höhe auf. Fahrzeuge in benachbarten Größen führen die Militärfahrzeuge 1:6 und 1:9.
Ob am Lenker stehend, am Motor kniend oder im Sattel sitzend – die Figur gibt der Maschine Maßstab und Richtung. Die Maschinen dazu stehen bei den Motorrad-Modellbausätzen 1:9; Figur plus Motorrad auf einem Sockel ist ein kleines Diorama, das sich an einem Wochenende aufbauen lässt.
Teile vor dem Zusammenbau von Trennmittelresten waschen, trocken schleifen vermeiden, mit Sekundenkleber fügen und Nähte an Armansätzen zuspachteln. Weitere Resinfiguren und Ausrüstungsteile liegen bei den Resinteilen für Figuren.
Alle weiteren Figurengrößen zeigt die Kategorie Modellbaufiguren.