Zwölf Zentimeter – das ist die größte gängige Höhe für Einzelfiguren und der Punkt, an dem Figurenmalerei endgültig zur Porträtmalerei wird. Ein Auge bekommt eine Iris, ein Kleid bekommt Gewebestruktur, Haut bekommt Durchscheinen. Umgerechnet liegt 120 mm bei etwa 1:15 bis 1:16, je nachdem, ob bis zu den Augen oder bis zum Scheitel gemessen wird.
Das Angebot teilt sich in zwei Linien: militärische Motive mit Soldatenfiguren des Zweiten Weltkriegs und zivile beziehungsweise Genrefiguren, überwiegend Damenfiguren mit aufwendig modellierten Kleidern und Frisuren. Dazu kommen benachbarte Stücke um 105 mm, die in derselben Vitrine nicht aus dem Rahmen fallen.
Alles, was in kleineren Größen angedeutet werden darf, muss hier ausgeführt werden. Das ist kein Nachteil, sondern der Zweck: Die Fläche erlaubt Übergänge über fünf, sechs Lasuren, und erst dadurch wirkt Haut nicht wie bemalter Kunststoff. Die Abgüsse sind mehrteilig und unbemalt, sodass die endgültige Erscheinung vollständig Ihre Entscheidung ist – von der Hautfarbe bis zur Jahreszeit, die das Licht suggeriert.
Malen Sie den Kopf separat und als Erstes, solange der Pinsel freien Zugang hat. Augen, Lippen und die Übergänge an Wange und Kinn legen den Ausdruck der ganzen Figur fest – stimmt er nicht, retten ihn auch perfekte Stiefel nicht. Erst danach folgen Kleidung, Ausrüstung und Sockel.
Die große Fläche trägt den Unterschied der Materialien: matte Wolle, halbglänzendes Leder, kühles Metall, feiner Stoff mit leichtem Schimmer. Dieses Spiel der Oberflächen trennt eine hervorragende Figur von einer bloß sauberen. Schatten in den Falten baut man langsam auf, in dünnen Schichten; sie geben einem Kleid Gewicht und Bewegung.
Sind große Flächen neu für Sie, üben Sie das Schichten auf den Modellbaufiguren 75/85 mm. Wenn Sie nur das Porträt ohne ganze Figur wollen, führen die Büsten dieselben Verfahren fort.
Kleinere Größen und weitere Motive stehen in der Kategorie Modellbaufiguren.