Ölfarbe ist im Modellbau kein Malmittel, sondern ein Werkzeug für Übergänge. Weil sie stundenlang offen bleibt, können Sie Schatten, Verfärbungen und Verschmutzung so lange verreiben, bis keine Kante mehr sichtbar ist – mit keinem anderen Farbtyp gelingt das so leicht. Das Angebot umfasst einzelne Töne in Tuben von Erd- und Rostbrauntönen über Grau und Elfenbeinschwarz bis zu kräftigen Bunttönen, dazu thematische Sets für Hauttöne, Leder und Holz, Rost, Marinegrautöne, Diorama-Farben und Fahrzeugalterung.
Acryl auf dem Modell ist trocken, bevor Sie den Übergang verrieben haben. Ölfarbe bleibt offen, lässt sich mehrfach korrigieren und fließt in Vertiefungen nach. Dafür brauchen Sie Geduld: Bis die Fläche vollständig durchgehärtet ist, können Tage vergehen, und erst danach ist sie überlackierbar.
Auf Haut und Stoff ergeben Öle Übergänge, die mit Acryl kaum zu erreichen sind. Legen Sie den Mittelton an und ziehen Sie Licht und Schatten in die noch offene Farbe. Spitze und weiche Pinsel dafür finden Sie unter Pinsel, die Vorlagen unter Modellbaufiguren.
Ein stark verdünnter Ölton, über die ganze Fläche gezogen, verschiebt den Grundanstrich leicht und bricht seine Einheitlichkeit. Fertige Mischungen dafür stehen unter Filter, die gezielte Betonung von Gravuren unter Washes.
Kleine Tupfen Öl, ausgehend verrieben, erzeugen Ölspuren, Rostläufer und Regenstreifen. Noch direkter geht das mit den Stiften aus der Rubrik Oilbrushers, bei denen Farbe und Pinsel in einem Behälter stecken.
Am stärksten profitieren Fahrzeuge aus der Rubrik Militärfahrzeuge, deren Oberflächen ohnehin ungleichmäßig sein sollen. Den Weg zu allen anderen Farbtypen weist die übergeordnete Rubrik Modellbaufarben.