Schnellboote, Torpedoboote, ein Meldekutter, ein Hafenschlepper und eine römische Triere: Die Schiffsmodelle im Maßstab 1:72 gehören Fahrzeugen, bei denen Sie Besatzung, Bewaffnung und jeden Beschlag an Deck sehen wollen. Der Maßstab teilt die Welt mit Flugzeugen und Figuren, sodass sich Dioramen anbieten – etwa ein Schnellboot in dem Moment, in dem ein Flugzeug über ihm eindreht. Unten erklären wir, warum kleine Fahrzeuge gerade in dieser Größe erscheinen, und was an Zurüstteilen im gleichen Maßstab dazugehört.
Ein großes Kriegsschiff von 250 m Länge käme in 1:72 auf 3,5 m – deshalb regieren hier Fahrzeuge bis etwa 40 m Länge: Torpedo- und Schnellboote, Meldekutter, Flusseinheiten und historische Ruderschiffe. An ihnen zeigt der Maßstab alles, was kleineren Formaten fehlt: Relief der Decksplanken, Ausrüstung, Waffen und Figuren in Aktion. Ein Schnellboot von 35 m wird knapp 49 cm lang, ein Meldekutter von 12 m dagegen nur 17 cm – planen Sie den Platz nach dem konkreten Fahrzeug.
Der Zweite Weltkrieg bietet deutsche Schnellboote und italienische Torpedoboote, ein Meldekutter und ein Schlepper vertreten den Dienstalltag, die Antike eine Triere mit Ruderreihen, bei der die meiste Zeit in Rumpf- und Decksbemalung steckt. In derselben Größe führen wir auch die U-Boot-Modellbausätze 1:72.
Schlanke Rümpfe kleben Sie auf einer geraden Unterlage und lassen sie beschwert trocknen – lange Hälften verziehen sich gern. Der Lohn ist ein Bau ohne Lupe und ein Modell, das den Blick aus unmittelbarer Nähe aushält.
Hier lohnt sich die Feinarbeit doppelt: Ätzteile für Schiffe 1:72 liefern Reling, Waffenschilde und Decksbeschläge, Echtholzdecks 1:72 ersetzen die eingeprägte Plankenstruktur durch echtes Furnier, und gedrehte Metallrohre für Schiffsmodelle geben den Geschützen runde Mündungen.
Die übrigen Maßstäbe und die großen Schiffe stehen in der Übersicht Schiffsmodelle.